März 2022: Bericht von Karin Lukas

Karin hat drei Monate in Uganda verbracht und auch die Schule besucht, für die wir eine Wasserversorgung finanziert haben.

1.3.2022 – Liebes Future4Children – Team,

nach einem 3-monatigen Aufenthalt in Uganda möchte ich euch einen kurzen Bericht und einige Bilder über meinen Besuch der Kisoga-Schule schicken. Ich hatte meinen Besuch bereits telefonisch beim Schuldirektor angekündigt. Gemeinsam mit Isaac, der ja auch einen großen Beitrag zum Gelingen des Projekts beigetragen hat, machte ich mich auf den Weg.

Was mich an diesem Nachmittag dort erwartete, übertraf alle meine Erwartungen. Ich wünschte, ihr hättet das auch erleben können. Wir wurden so herzlich willkommen geheißen! Alle Kinder, der Direktor, die Lehrer, die Dorfältesten und auch der Bürgermeister waren bereits versammelt. Mir wurde ein niedergeschriebenes Programm überreicht und die Feier begann: Das Fest wurde mit der Bundeshymne eröffnet und dann gab es zahlreiche Reden, alle voll Dankbarkeit und Wertschätzung für euch. Anschließend trugen die Kinder selbst verfasste Gedichte vor, führten ein kleines Theaterstück auf und gaben eine Tanzvorführung. Natürlich wurde auch ich um einige Worte gebeten. Ich denke, es war für alle unschwer zu übersehen, wie überwältigt ich von ihrer überaus herzlichen Begrüßung und der zum Ausdruck gebrachten Dankbarkeit war. Ich betonte, dass ich lediglich die Rolle der Vermittlerin spielte, aber all die mir entgegengebrachte Wertschätzung euch von future4children gebührt. Ich versprach, ihre Dankbarkeit an euch – so gut es mit diesen Bildern gelingt – weiterzugeben.

Nach diesem offiziellen festlichen Akt gingen wir gemeinsam zur Wasserpumpe, und stolz wurde mir dort das Schild präsentiert: Vom Lehrpersonal wurde mir bestätigt, dass sich der Gesundheitszustand der Kinder enorm verbessert hat, auch die Konzentrationsfähigkeit hat sich massiv gesteigert. Die Kinder sind nicht mehr ständig dehydriert, da sie über den Tag verteilt ausreichend frisches Wasser trinken können. Auch sind die Kinder jetzt permanent im Unterricht anwesend, da das morgendliche Wassereinholen von einer entfernten (verschmutzten) Wasserquelle wegfällt. Die Pumpe ist voll intakt. Der Direktor sagte, dass sie planen Mauern, um die Pumpe zu bauen, damit sie besser geschützt ist.

Dann wurden wir zu einem opulenten Mahl geladen. Anschließend kam noch die Krönung dieses Nachmittags: Zum Abschied wurden mir noch Geschenke überreicht. Da war ein selbst geknüpfter Teppich einer Mama und … eine Staude Kochbananen.

Und dann, ich konnte es kaum glauben, überreichten sie mir eine Ziege. In Uganda ist das der Ausdruck allerhöchster Ehre & Dankbarkeit. Wie so üblich in Uganda, wurde das arme Vieh auf das Motorradtaxi „verladen“ und zu mir nachhause transportiert. Auch die Kosten dafür haben sie übernommen.

Liebes future4children-Team, ich hoffe, es ist mir mit diesen Bildern gelungen, euch die Freude und Dankbarkeit der Lehrer, Eltern, Kinder und Dorfbewohner zu übermitteln. Ich wünschte, Ihr hättet es erleben können, aber vielleicht gibt es ja in Zukunft einmal die Gelegenheit!

Mit herzlichen Grüßen
Karin