Sachspendenfahrt nach Rumänien

Klaus Grulich berichtet von seiner Reise am 22. und 23. Juni 2013:

Nach einem Start zu nachtschlafender Zeit (4:30 Uhr) erreichte ich nach 8 Stunden Fahrt mit vollbepacktem Caddy samt Anhänger Noras Heim in Ilia.  39 Grad im Schatten machten das Ausladen zu einer eher schweißtreibenden Angelegenheit, wobei gerade dies die große Menge an Sachspenden verdeutlichte.

Besonders bedanken möchten wir uns diesmal bei Frau Klepp, die wie immer mit unermüdlichem Einsatz einen ganzen Anhänger voll Kindergewand, Spielzeug, Malsachen und Geschirr zusammengetragen hat, und bei Dr. Wolfgang Hagel, der mehrere Kartons Medikamente, Tetanus-Impfstoff und Verbandsmaterialien beigestellt hat. In Anbetracht dieser Mengen war ich froh, die Grenzen passiert zu haben, ohne als Drogenkurier verhaftet worden zu sein.

Nach einer ausführlichen Lagebesprechung mit Nora besuchten wir die Familien Oprisa und Marian, sowie Maria Ungur und Crina Gunda.

Oma Oprisa hat den Haushalt mit ihren 4 Enkelkindern fest im Griff, die von future4children gekauften Hühner samt 20 Küken tragen das Ihre dazu bei. Das Haus ist von Robert neu ausgemalt, der Ofenanschluss repariert und macht einen guten Eindruck.

Die Situation bei Maria und Crina ist derzeit schwierig. Sie sind in das behindertengerechte Haus umgezogen, Mutter Maria ist jedoch psychisch labil und zieht die sie betreuende Tochter Crina mit. Wir bemühen uns derzeit um psychologische Betreuung, die jedoch bei Crina noch auf Widerstand stößt. Sie ist jedoch unbedingt erforderlich, sonst wird die Überforderung der Tochter zum wirklichen Problem. Von großem Nachteil ist, dass beide keine sonstigen Ansprechpartner im Bekanntenkreis oder Familie haben. Nora und Nicole, eine befreundete Reporterin, die sie bereits bisher unterstützt hat, geben ihr Bestes, die Bereitschaft von Crina herbeizuführen.

Familie Marian wurde ebenfalls mit Hühnern ausgestattet, in Verbindung mit dem großen Gemüsegarten sind sie fast Selbstversorger. Mutter Maria ist wie immer zuversichtlich und lässt sich den Tod ihres 2. Mannes im Frühjahr nicht anmerken. Die 3 Kinder scheinen gut versorgt.

Vielen Dank an Nora, unsere Vertrauensperson vor Ort! Sie sorgt mit unermüdlichem Einsatz dafür, dass die Sachspenden wie auch finanzielle Unterstützung dorthin kommen, wo sie wirklich gebraucht werden.