Jan 2018: Weihnachtsaktion 2017 in Ungarn

Edit und Friedrich Striberny hatten alle Hände voll zu tun, um die vielen Gaben an unsere Familien zu verteilen. Bericht von Edit und Friedrich Striberny

Eigentlich sollte es eine „Routineaktion“ werden: Jedes Jahr gibt es von der future4children für drei von uns in Kunszentmiklós monatlich betreuten Familien Baranya (4 Kinder), Hajdu (4 Kinder) und Santa (3 Kinder) ein Weihnachtsgeld von zwei- bis dreihundert Euro; mit dem kaufen wir Lebensmittel für die Familien und Süßigkeiten für die Kinder. Direkt betreut heißt, dass wir jeder Familie monatlich je 15000 Forint (etwa 50 Euro) zur Verbesserung ihrer Lebenssituation in die Hand drücken, die uns aus Krems überwiesen werden. Keine der Familien hat eine Bankverbindung. Auch diesmal bekamen wir das Weihnachtsgeld überwiesen.

w1dSoweit, so gut. Dann schlossen sich unsere Wilhemsburger Freunde, Hermi und Karl Bertl, mit einer Sachspende von 10 kg Mehl, 6 kg Zucker, weiteren Lebensmitteln und Schokolade der Aktion an. Und gleich danach riefen uns auch Gabi und Robert Mitterbauer ebenfalls aus Wilhelmsburg an, ob wir nicht die Restmöbel aus der Sommeraktion abholen könnten (siehe unseren Bericht im Tagebucharchiv der Stiftung von Mai 2017 „Sachspendentransport nach Ungarn“). Es hätten sich weitere Spenden bestehend aus 2 Fernsehapparaten, Kleinmöbeln und zahlreichen Kleidungsstücke dazugesellt. Franz Binder aus Gerasdorf bei Wien meldete sich auch noch. Er hätte einen VW Touran voll Kinderbekleidung – vor allem Kleinkinder – und Spielsachen. Klaus Grulich, ebenfalls im Stiftungsvorstand, schrieb uns eine Mail, dass Frau Alexandra Dworschak aus Krems, deren Kind die 2. Klasse der bilingualen International School in Krems besuchen, eine Blitz-Weihnachtspackerlaktion gestartet hat. Die 13 Packerl sollten wir ebenfalls in Kunszentmiklós zur Verteilung bringen. Der Organisationsaufwand, alles noch vor Weihnachten rechtzeitig nach Ungarn zu bringen, stieg.

w2dFranz Binder ersuchten wir, seinen VW Touran voll Kinderbekleidung und Spielsachen nach Wilhelmsburg zu Gabi und Robert zu lenken. Frau Alexandra Dworschak übergab die 13 Weihnachtspackerl Edit in St. Pölten. Wir packten sie zu Bertls Spende in unseren PKW und fuhren über Baden nach Kunszentmiklós. Über Baden deshalb, weil uns dort Dr. Dr. Karl und Mag. Hemma Klement 55 Euro überreichten und ihre Tochter Christine, eine Lehrerin und Mutter von 3 Kindern, noch einen großen Sack Kinderbekleidung in unser Auto stopfte. Unser Transportproblem „Spendenlager Wilhelmsburg“ löste in nur wenigen Tagen Klaus Grulich mit Hilfe der Brantner Transport GmbH Krems. In dankenswerter Weise brachte uns ein LKW der Firma am 6. Dezember aus dem 400 km entfernten Wilhelmsburg alle Sachen nach Batsch-Kleinkumanien, wie die Region um Kunszentmiklós geografisch exakt heißt.

w1Wir erwarteten mit einem Abladeteam bestehend aus Józsi und István Bácsi sowie Gärtner Gaby die Ankunft des LKWs. Ruck, zuck war alles abgeladen und im Depot verstaut. Danach hatten wir alle Hände voll zu tun, um alles zeitgerecht an die richtigen Leute zu verteilen. Die 13 Weihnachtspäckchen erhielten arme Kinder aus dem Kindergarten sowie Kinder der Familien Baranya, Hajdu, Santa und Szabó. Durch die Spenden von Familie Bertl und Klement konnten wir die Lebensmittelzuwendungen auf eine 4. Familie erweitern. Der Mann und Ernährer der Familie Hernát in Kunbábony verstarb kurz vor Weihnachten bei einem Verkehrsunfall. Frau Szilvia steht nun mit 4 Kindern völlig alleine da.
Die“Lebensmittel-Haushaltskiste“ für jede Familie beinhaltete 10 kg Teigwaren, 6 kg Kartoffeln, 5 Liter Speiseöl, Käse, Obst, 5 kg Zucker, Süßigkeiten für die Kinder, Mittel für die Körperhygiene, Seifen, Haar- und Badeshampons, Reinigungs- und Waschmittel. Frau Hajdu bekam noch eine Klement- Sonderlieferung mit dem Drahtesel. Schuhe und Kleinmöbel gab es noch für Frau Hajdu, ein Bett für Frau Hernát in Kunbábony, zwei Kästen, einen Tisch und zwei kleine Anrichten erhielt Familie Banyák . Wie immer konnten wir den Familien und den Kindern große Freude bereiten!