Jän. 2016: Weihnachtsaktion in Kunszentmiklós

Fünf Familien erhielten Lebensmittel und Gewand. Ein Bericht von Edit und Friedrich Striberny.

Bei unserem Besuch im Dezember 2015 in Krems bei der Stiftung, haben wir die Abrechnung für die Spendenzuwendungen nach Ungarn samt allen Originalbelegen persönlich übergeben. Im Bericht führten wir aus, dass es noch einige Problemfelder gäbe, die sich als „Weihnachtsaktion“ für 5 ungarische kinderreiche Familien beheben ließe, wenn die future4children dafür 720 Euro zur Verfügung stellen könnte: Die größte „Brocken“ dabei waren eine Waschmaschine für Frau Hajdu und 5 Esspakete für ebenso viele bedürftige Familien. Esspakete deshalb, weil uns die Mütter der betroffenen Familien auf unsere Frage, was sie sich denn zu Weihnachten wünschten, Nahrungsmittel als Antwort gaben. Für uns in Österreich ist es kaum vorstellbar, dass Leute hungern. Hier in unserer Umgebung ist das leider eine allzu häufige Tatsache. Von Herrn Prokuristen Mag. Thomas Aschauer bekamen wir zur unserer Freude die Mitteilung, dass wir die notwendigen Mitteln von der Stiftung erhalten. In der Zwischenzeit haben wir auch bei unseren vorweih­nachtlichen Besuchen bei Freunden, die ja alles bestens über unsere Tätigkeiten informiert sind und immer zwischendurch Sachspenden aller Art zur Verfügung stellen, 200 Euro in bar erhalten. Es waren dies die Familien Mag. Hemma und Dr.Dr.habil Karl Klement aus Baden, die sich mit 100 Euro einstellten sowie Frau Johanna Müllauer aus Krems und die Familie Klepp aus Gneixendorf mit je 50 Euro.

In Ungarn machten wir uns sofort ans Einkaufen, verglichen die Preise, um mit den Ressourcen die größtmögliche Hilfe leisten zu können. Die Romafamilie wurde mit 6 Paar warmen Winterstiefeln versorgt. 4 Paar waren neu, 2 Paar fast neu und stammten aus einer parallel laufenden Winterschuh- und Winterjackenaktion zur „Weihnachtsaktion für 5 Familien“. Die Winterstiefel kauften wir in Kecskemét beim Decatlon. Die Romamutter holte bei 2 Grad plus das Schuhwerk bei uns ab. Sie erschien mit Holzschlapfen und dünnen Socken. Sofort zog sie – zu Tränen gerührt – die wohlig warmen Winterstiefel an. So etwas ist wirklich Hilfe zur rechten Zeit am rechten Ort. Beide Aspekte zusammenzubringen ist gar nicht so leicht.

Frau Hajdu, alleinerziehende Mutter von 4 Kindern, über die wir schon im November 2015 ausführlich berichtet haben, (http://www.future4children.at/ bericht-zu-familie-hajdu/) erhielt eine neue Waschmaschine. Ihre alte stand schon unter Strom und sie konnte nur mehr waschen, wenn die Kinder schliefen. Erfahren haben wir das allerdings nicht von ihr, weil sie nach dem neuen Ofen und Kühlschrank auf unsere Frage, ob sie noch etwas Wichtiges benötige, mit „Nein“ antwortete. Da meldete sich aber der zehnjährige Sohn Laci zu Wort und erzählte uns, dass die Wasch­ma­schine raucht und dass man sie nicht angreifen darf, um sich nicht zu elektrisieren. Als wir ihr vor Weihnachten eine neue im Namen der Stiftung überreichten, umarmte sie Edit stürmisch und wollte sie gar nicht mehr los lassen.

Die 5 Esspakete wurden aufgrund der „Zusatzspenden“ um Haushaltsmittel aufgestockt. Ein Esspaket bestand aus 3 Plastikschachteln, die wir vom Gemüse­händler des Ortes bekamen. Danach brachten wir diese zu den Familien Hajdu, Santa, Baranya, Dezö und Banyák, wo sie mit großer Freude angenommen wurden. Außer­dem konnten wir jeder Familie auch noch 10 500 Forint das sind ca. 33 Euro zur eigenen Verwendung übergeben.

Auch 10 Bananenschachteln mit je ein oder zwei großen Tafeln Schokolade – gespendet von Vater und Sohn Lachawitz – und je einem Stofftier von Familie Klepp sowie einem Paar warmer Winterstiefel und einer dicken Winterjacke brachten wir hier auch noch zur Verteilung. Die Schuhe und Jacken kamen von Familie Klement und deren Tochter, Dipl. Päd. Christina, die in Baden gesam­melt hatte, und von der VS Rohrendorf, wo Frau Dipl. Päd Christa Donnerbaum die Fäden zog. Zuletzt rief uns auch noch die Bürgermeistergattin von Rohrendorf, Frau Gerti Tastl, zu sich und komplettierte unsere Sammlung. Das Schwierigste bei dieser Aktion war, die richtigen Empfänger zu finden. Mit Hilfe der Lehrer und Lehrerinnen in Kunszentmiklós an der örtlichen Volksschule gelang es schließlich auch. Das war unsere größte Weihnachts­freude.